Samstag, 18. Februar 2012

Ein Samstag ohne §§phen

Wenn man zärtlich von seinem Liebsten mit einem frischen Kaffee geweckt wird, kann dem perfekten Samstag nichts mehr im Wege stehen.

Im "neuen" Main Taunus Zentrum besuchten wir den Thalia. Nach langer Zeit endlich wieder Bücher kaufen. Ein relativ kleines, aber wunderbar übersichtliches Bücherhaus auf zwei Etagen bot der Thalia im MTZ (Sulzbach). Im Obergeschoss fühlte ich mich zu Hause. Regalwände betitelt mit "Spannung, Fantasy und Historik" zogen mich magisch an. Ohne Eile und mit viel Gemütlichkeit vertiefte ich mich in meine geliebte Welt und las in einige ansprechende Bücher rein. Wie in den meisten größeren Buchläden ist die Fantasy aufgeteilt in Erwachsene- und Jugendliteratur.


Eine interessante Veränderung zum letzten Thaliabesuch (Loop 2009) konnte ich feststellen: Damals war ich genervt von einem extra Regal "Vampire". Dieses war heute verschwunden und ein großes "Romantasy" prangte an dessen Stelle. Ich musste schmunzeln, als ich das las. Noch vor einem Tag habe ich im Seminar eine kleine Präsentation über das Thema "Kreatives Schreiben / Fantasy" gehalten und davon erzählt, dass die Romantasy einen Boom erlebt. Aber, ob Vampire oder Romantik, ich halte Abstand. Gefreut hat mich besonders die recht passable Anzahl an Steampunkromanen - ich schlug zu. Eigentlich hatte ich mir für diesen Büchertag meinen Amazonwunschzettel ausgedruckt. Ja, eigentlich, denn von diesem Wunschzettel habe ich zwar einige Bücher gefunden, jedoch nur eins davon gekauft. Trotzdem bin ich über glücklich. Insgesamt haben 5 Bücher bei uns ein neues zu Hause gefunden. Drei gehören meiner persönlichen Sammlung und nun vorerst meiner SUB an:

Affinity Bridge - George Mann

Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch

Raum - Emma Donoghue

Wie man auf dem Bild sieht, hat es auch ein hübsches neues Lesezeichen geschafft mein Herz zu erobern ;)


  

Lesen ist das Trinken von Buchstaben mit den Augen. © Hermann Lahm

Sonntag, 12. Februar 2012

Abschied von 43 Büchern

Bücher quollen aus den Regalen. Kaum mehr freie Fläche für weitere Literatur. Das geht gar nicht. So fanden über 40 Bücher einen Platz in zwei Kisten, die auf die kleine Reise in ein neues zu Hause gingen.   
Nach meinem letzten Besuch in der Stadtbibliothek war ich so enttäuscht und traurig über die dürftige und veraltete Auswahl in den Regalen, dass wir uns entschlossen eine große Schenkung zu machen. Die Dame, mit der ich redete, freute sich über meinen Vorschlag, doch als wir diesen Freitag mit den vollen Kisten ankamen, sahen die Ladys der Bücherei sehr überfordert aus. Zwei kurze Telefonate später kam eine Frau auf uns zu, um die Buchgeschenke zu prüfen. Genaustens zu prüfen! Erst nahm sie nur 4 Stück heraus und sagte »Die können wir nehmen«. Vier von über vierzig! Hallo? Und dann nicht einmal welche aus dem Genre der Fantasy und Thriller, an denen es der Bücherei mehr als nur mangelt. Plötzlich sah sie »Das Tagebuch des Teufels« von Nicholas D. Satan. Ein Höllenspektakel, einfach ein humoristisches schwarzes Buch. Aber Frau Bücherei war wohl geschockt erwähnte Satan mehrere Male. »Naja, vielleicht kann man es im Flohmarkt verkaufen«. Ähm, wie bitte?
Zum Schluss jedoch, nahm sie alle Bücher auf ihr hölzernes Wägelchen und sagte: »Da war jetzt nichts dabei, was wir nicht genommen hätten«.
Das hätte ich ihr auch vorher sagen können. Die meisten waren wie neu, ein einziges Mal gelesen oder beinahe noch in der Originalverpackung. Ich habe es kaum für möglich gehalten, aber wir bekamen tatsächlich noch ein kurzes »Danke«.

Das war das erste und letzt Mal, dass ich der Stadtbücherei solch ein Geschenk gemacht habe. Es gibt sicherlich Andere Büchereien die so etwas (was mir auch nicht allzu leicht gefallen ist - welcher Bookoholic gibt gerne ein Teil seiner Sammlung her) mehr zu schätzen wissen.

Das gute an der Sache. Ich habe wieder Platz für neue Bücher!!

Sonntag, 5. Februar 2012

Das Lied der Träumerin

Ich muss Bücher besitzen!  - Immer -
Naja, fast immer. Ab und an leihe ich mir ein Buch von Freunden oder Verwandten aus. Aber am Schönsten ist es, wenn du das Buch, dass du gerade liest, dein Eigen nennen kannst. Es fühlt sich definitiv besser an. Doch es gibt Momente, in denen ich fremdgehe. Ich wende meinen liebsten Genres den Rücken zu und greife nach unvertrauten Gattungen der Literatur. So passiert es, dass auch Thriller, Dramatik oder Philosophie, mein Bücherherz höher schlagen lassen. Bei diesen Ausnahmespaziergängen ist es nicht ganz so wichtig sagen zu können "Mein Schaaatz!" So kommt es dann, dass ich in Ausleihstimmung bin oder sogar in die Bibliothek gehe bzw. jemanden dorthin schicke. An dieser Stelle einen ganz lieben Dank an meine Kollegin Annika. Durch sie habe ich das erste Mal in der großen Bibliothek in Frankfurt ein Buch ausgeliehen:


Das Lied der Träumerin von Tanya Stewner
erschienen im März 2011 im Fischer Verlag. Eine ganz tolle Geschichte über ein Mädchen (Angelia), dass davon träumt, als Sängerin groß rauszukommen. Deswegen verlässt sie ihre Heimat, um in London ihren Traum zu leben. Ihre dramatischen Erlebnisse mit den Brüdern Josh und Jeremy sind spannend und aufrüttelnd. Angel erlebt die großen Hochs und Tiefs der Freundschaft, lernt die Liebe kennen und sich selbst kennen.


Eigentlich ganz und gar nicht mein Genre, aber das Buch hat mich wirklich gefesselt. Ein schönes, leichtes Buch für zwischendurch das zum Nachdenken anregt.

"Ein Träumer schafft sich seine Zukunft selbst"  Mein Lieblingszitat aus "Das Lied der Träumerin".