Sonntag, 8. Januar 2012

Geliebtes Kindle

Endlich komme ich dazu, einen Blogeintrag über das Kindle zu schreiben.
Eigentlich sollte der Amazon E-Book Reader ein Weihnachtsgeschenk von meinem Mann an mich sein. Im Grunde war es das auch. Das Christkind ist nur zwei Wochen gekommen. Mein geliebter Kindle ist großartig, und ich will ihn nie wieder hergeben. 
Herrlich, wie leicht dieses kleine Gerät ist und wie wunderbar man darauf lesen kann. Wirklich wie in einem Buch. Keine Beleuchtung, keine Kopfschmerzen, beste Lesequalität. Besonders in der Bahn macht es sich bemerktbar: Auch wenn ich in einem Sitz eingequetscht bin oder wegen Überfüllung 25 Minuten stehen muss, kann ich lesen. Der Arm wird nicht schwer, da das Kindle kaum Gewicht hat und mit dem Umblättern hat man auch keine Probleme.

Gestartet habe ich mit kostenlosen Klassikern, günstigen Magazinen und Kurzgeschichten wie Steven Kings Raststätte Mile 81 für 0,99 € . Man muss sich schließlich erst mal einlesen. Durch die Umstellung von Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand kann man den Text ganz individuell seinen Wünschen anpassen. Das Runterladen von den E-Books geht über das WiFi wunderbar einfach. Innerhalb von Sekunden ist das gewünschte Buch auf dem Reader.
Aber Vorsicht: Amazon hat das ganz geschickt gemacht. Sobald man über den Kindle im Shop ist und sich ein Buch anschaut, ist automatisch »Kaufen« markiert. Also Obacht, nicht zu schnell klicken! Ich habe gesehen, dass es ein »Stornieren Button« gibt. Habe ihn zum Glück noch nicht benutzen müssen. Was mich besonders freut, ist die Möglichkeit eigene Dokumente (für Schreiberlinge natürlich die Manuskripte / Kurzgeschichten usw.) als txt oder pdf per USB Kabel auf den Kindle zu ziehen.
Doch es gibt auch Nachteile über die ich mich schon geärgert habe; die Methoden der Sammlungserstellung könnte definitiv besser sein. Ziemlich eingeschränkt ist das Erstellen und Bearbeiten der Kategorien. Unterordner gibt es nicht und die Umbenennung der Bücher zur genaueren Sortierung ist leider auch nicht machbar. Aber es steckt ja alles noch in den Kinderschuhen. Ich kann mir vorstellen, dass Amazon daran arbeitet und es gewiss ein Update geben wird.
Erfreulich waren auch die Kindle-Gratis-Tage die von Weihnachten bis 06.01.2012 jeden Tag ein kostenloses Buch brachten. Es waren natürlich nicht meine Bücherwünsche, aber ich hab es trotzdem ab und an ausgenutzt. Es war immer spannend; welches Buch wird es wohl morgen sein?
Momentan lese ich an meinem ersten richtigen E-Book. Es macht großen Spaß und man hat ganz schnell vergessen, dass man nicht in einem Buch liest.

Aber meine Meinung ist und bleibt: Ein echtes Buch, eins aus Papier, das halt einfach nach Buch riecht, sich so anfühlt und ... Nein, die Reader und die E-Books, so großartig sie sind, so viel Platz sie einem auch schaffen, werden niemals ein richtiges, gedrucktes Buch ersetzten.