Sonntag, 26. Juni 2011

Neue Bücher



Der Brückentag am vergangenem Freitag bescherte mir einen entspannten und brillianten Tag in der Mainzer Innenstadt. Gemeinsam mit meiner Frau Maamaa besuchte ich, wie sollte es auch anders sein, einen Buchladen. Der einstige Buch Habel hat sich zu einem Hugendubel transformiert. Wobei ich keinen großen Unterschied zum Habel sehe, zumindest was das Innenleben angeht. Hugendubel, Thalia, Habel, völlig egal, Hauptsache Bücher. Gezielt steuerte ich zur Fantasywand. Der erste Tisch, der erste Blick und zack, da lag sie die Franka Rubus: Blutgabe
Es ist schon ein tolles Gefühl Greys Buch im großen HuDu zu sehen. Am liebsten hätte ich die Blutgabe hochgehalten und laut gerufen: »Die Autorin hier, die kenn ich!« Aber mein Mut ist dafür viel zu mickrig, somit habe ich einfach nur ein Beweisfoto gemacht:



 

Dienstag, 21. Juni 2011

Gedankensplitter in der S-Bahn


05:25 Uhr, der Wecker gibt diesen abscheulichen Laut von sich, um mich aus dem Traumland zu entführen. »Guten Morgen!«, scheint er mir beinahe euphorisch entgegen zu brüllen. Wecker müsste man sein. Jederzeit einsatzbereit, immer gut drauf ohne jegliche Stimmungsschwankungen. Nur die Batterie ist ab und an zu wechseln. Würde ich auch gerne machen: Batteriewechsel.

Der Weg Richtung Großstadt-Büroakrobatik bietet ein wenig Platz zum Gedankenjonglieren. Den Buchwälzer auf meinem Schoß schlage ich zu, die Konzentration für die winzigen Buchstaben hat mich bereits an der letzten Station verlassen. So ergebe ich mich den zuckenden Kreativblitzen in meinem Kopf.  Häuser ziehen an mir vorbei und ich stelle mir vor, wie unzählige kleine Elfen ihren Unfug treiben, heimlich hinter unseren blinden Augen. So entstand die Idee für eine Ausschreibung des Schwabbauer-Verlags »Wir sind unter euch«.  Die Häuser verschwinden in der Ferne und wir fahren entlang eines Waldstücks. Düster sieht er um diese Uhrzeit aus und der Nebel schenkt ihm einen Hauch Mystik. Zwischen all den Nadelbäumen sehe ich Fleur, ein blasses Mädchen, wie es um ihr Leben rennt, der gestohlene Schatz fest an ihre Brust gedrückt. Wieder eine Idee, wieder ein Wettbewerb »Nur eine Stunde« (Candela Verlag). Die Feen sind längst außer Sichtweite, den Wald habe ich hinter mir gelassen und ich nähere mich dem dunklen Tunnel der Großstadt. Er verschluckt mich, bevor er mich im stickigen Untergrund ausspuckt, als wäre ich ungenießbar. Menschenmengen, Hektik, Alltagswirrwarr. Ich flüchte hin zu meinen Engeln. Spinne etwas am fünften Kapitel rum und während ich mir Porta Dastan mit ausgebreiteten Flügeln vorstelle, bin ich bereits im Büro angekommen und starte den PC.

Welcome Back to Reality