Sonntag, 22. Mai 2011

Zirkeltreffen Anderswo


Mein erster Leseabend im Café Anderswo:  


Tanja Meurer las aus ihrem aktuellen Projekt »Das Gewicht der Seele« vor. Eine Premiere für sie, welche sie sehr gut gemeistert hatte, was ihr der Applaus der Zuschauer bestätigte. Ju Honisch las aus ihrem neuen Roman »Jenseits des Karussells«, dass im letzten Herbst bei Feder & Schwert veröffentlicht wurde. Ju ist eine Meisterin des Vorlesens. Hört man ihr zu versetzt es einen mitten in ihre Geschichte. Man ist wahrlich live dabei. Und man hofft, sollte man jemals auch an diesem Punkte stehen und das eigene verlegte Buch präsentieren, einen ebenso phantastischen Vortrag abliefern zu können. Natürlich konnte die Autorin ein paar Exemplare ihres Werkes verkaufen (eines gehört selbstverständlich nun mir), welche sie auch gerne mit Signaturen verschönerte. An dieser Stelle: Ja ich werde auf die grüne Soße aufpassen, versprochen.


 

Die kleine Gallerie des Anderswo war bis auf den letzten Platz belegt. Ein Erfolgserlebnis für die Inhaberin und Juliane Seidel, die diese schöne Veranstaltung ins Leben gerufen hat. Der Abend hat mir den Steampunk ein großes Stück näher gebracht, welcher für mich bis jetzt ziemlich fremdartig erschien.
 
Einen Bericht über den Abend findet ihr auch auf der Website des Lesecafés:

Sonntag, 15. Mai 2011

Wer reitet so spät ...



Ich liebe Lesungen. Insbesondere natürlich aus phantastischer oder historischer Literatur. Eine lyrische Lesung war mir daher neu. Und doch sagte ich ohne große Überlegung zu, als mich meine Mutter vor zwei Wochen fragte, ob ich mit ihr zu solch einer Lesung kommen will. Gelesen wurden deutschen Balladen durch Walter Renneisen, einem deutschen Schauspieler, der in unserer Gegend aufwuchs und in meiner Heimatstadt sein Abitur machte. FÜr ihn was es sozusagen ein Heimspiel.
Als wir in den Adlersaal traten, war ich kurz geneigt, ihn direkt wieder zu verlassen. Was hatte ich erwartet? Dass viele Menschen in meinem Alter unter den Gästen sind? Ich war die Jüngste, und das mit großem Abstand. Das Durchschnittalter lag bestimmt bei 60 Jahren. Schlimm fand ich das nicht, eher schade, dass sich so wenige junge Menschen für die Literatur bzw. Lyrik interessieren.
Gelesen wurde aus alten Werken wie z.B.: Schillers Balladen-Krimi »Der Handschuh«, Goethes »Der Erlkönig, »Der Zauberlehrling« oder auch »Der untreue Knabe«, Conrad F. Meyers Schauerballade „Die Füße im Feuer", Heines „Belsazar". Was mich sehr freute, war das eigentlich sehr traurige Kästner Gedicht »Sachliche Romanze«, dies zählt nämlich zu meinen Favoriten. Leider war wenig Ringelnatz dabei, dafür aber einige Texte von Heinz Erhardt. So schaffte es Renneisen, uns zum Lachen sowie zum Nachdenken zu bringen. Ein wahrlich gelungener literarischer Abend.

Einen Bericht hierzu aus der Main Spitze: Wort-Gewitter



Mittwoch, 4. Mai 2011

Zwei Denker, eine Stadt

Solch Feierabende könnte es öfter geben:
Gemütlich auf den Rheintreppen in Mainz sitzen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen und den Gedanken freien Lauf lassen.







Später gemütlich in der wunderschönen Augustiner Straße etwas leckeres essen und danach durch die Altstadt schlendern. Alleine oder auch zu zweit. Gemeinsam mit einem Menschen der ebenso viele Ideen und Wirrwarr im Kopf trägt wie man selbst. Da explodieren geradezu die Gedankensplitter, werden zu Federn und lassen sich vom Wind in alle Himmelsrichtungen tragen. Vielleicht ist es sogar ganz gut, dass sich zwei Kreativköpfe zusammen tun, die aber im Genre unterschiedliche Wege einschlagen. Solch Nachmittage lassen die Motivation wieder richtig aufglühen und schon wünsche ich mich wieder auf die kleine Insel im Indischen Ozean, wo das Schreiben bisher am
aller schönsten war. Doch auch hier in meiner Heimat lässt sich ja einiges aufs Papier bringen. Vielleicht werde ich nun öfter bei gutem Wetter an den Rhein fahren und ein paar Zeilen verfassen. Diese wenigen Stunden haben, auch wenn es nur gering ist, etwas Ähnlichkeit mit Urlaub.




An dieser Stelle geht ein Dank an Pete für diesen schönen Nachmittag.


Hört man auf zu träumen,
kann man aufhören zu leben!
Will man aufhören zu leben,
hat man nie im Leben geträumt!
Ein Traum ein Indikator, der das Leben erst ermöglicht...
werden wir uns eines Tages in
einem großem Traum verlieren, und frei sein...?


  (c)2011 Stefanie Bender & Pete L.