Sonntag, 18. Dezember 2011

Lesecafé Wiesbaden - Drachengasse 13


Es war die erste Kinderbuchlesung im Anderswo
und das Café war voll.

Von insgesamt 20 Besuchern waren 5 Kids anwesend. Tja Kinder- und Jugendbücher reizen und machen Erwachsenen genauso viel Freude wie den "Kleinen".
Die Autoren Christian Humberg und Bernd Perplies lasen am gestrigen Abend aus beiden bisher erschienenen Bänden der "Drachengasse 13" vor.
Für die Abwechslung der Lesung sorgten die verteilten Rollen. Ein Autor "spielte" den Erzähler, der Andere übernahm die Rolle der Charaktere. Schöne Idee. Kinder und Erwachsene waren gleichermaßen begeistert.

Mein Neffe, der mich dieses Mal nach Wiesbaden begleitete, bekam nach der Lesung Band 1 + 2 geschenkt (Tantchen und Oma sind halt die Besten). Und natürlich gab es direkt in beide Bücher noch eine Signierung. Nun hoffe ich, dass mein Patenkind, trotz heiliger Autogramme, seiner Godi, die Bücher ausleiht. Denn Drachengasse 13 ist es allemal wert auch von Erwachsenen gelesen zu werden.


Mehr Bilder und ein weiterer Bericht wie immer auf der Website des Lesecafés:http://lesecafe-wiesbaden.de.vu/

Sonntag, 11. Dezember 2011

Weihnachtsmarkt auf der Ronneburg

Burg Ronneburg ist eine Höhenburg im Main-Linzig-Kreis und bietet allen Burgen- und Mittelalterfans viele verschiedene Märkte, Tuniere und andere Veranstaltungen.
Weiterhin ist ein Burgrestaurant sowie eine Falknerei ansässig.

In jedem Jahr findet während der Adventszeit ein historischer Mittelaltermarkt statt.

Mit dem Eintrittspreis von 5,00 Euro pro Person ist der Weihnachtsmarkt zwar ziemlich teuer, aber man hat gleichzeitig auch die Möglichkeit ins Burgesinnere zu kommen.

Somit hat man auch Zugang zur Falknerei, dem 30 Meter hohen Bergfried & dem 96 Meter tiefen Brunnen.

Einmal bitte Wasser abfüllen, im Brunnen auskippen und abwarten ... :)

Im nächsten Frühjahr möchte ich die Ronneburg genauer erkunden. Bei den Meschenmassen am heuten Weihnachtsmarkttag war das nicht wirklich möglich. Alleine auf der Wendeltreppe kam mir eine Vielzahl an Menschen entgegen, dass mir ganz mulmig wurde.

Also raus aus der Burg und auf den eigentlichen Markt um die Burg herum.

Schmackhaftes Essen, leckere heiße Getränke, interessante Verkaufskutschen und ein mittelalterlisches Kettenkarussell. Toll! Sogar der Met Stand "Zum rostigen Ritter" war vertreten - ein guter Bekannter von den Saarbrücker Mittelaltertagen.  

Das wichtigste für unseren Besuch war auch schnell entdeckt. Die Kutsche der Beerenweine 

Mit vorerst genug Drachenglut und Feengold eingedeckt machten wir uns langsam auf den Weg nach Hause.

Gerne hätte ich den Markt und die Burg im Lichterglanz noch gesehen, aber es wurde voller und voller. Es ist so unfähr, warum muss ausgerechnet eine Märkeverliebter Mensch an Klaustrophobie leiden?



Tschüss Ronneburg,

es war wirklich schön und im Frühjahr sehen wir uns schon wieder.

Samstag, 3. Dezember 2011

Burgenbrand und die Grünen Federn

Am Anfang stand die Ausschreibung: "Facetten des Mittelalters" ...
Ich hatte zuvor noch nie eine historische Geschichte geschrieben. Ideen waren vorhanden und auch ein paar Gedankensplitter niedergeschrieben, doch der Mut mit der Feder ins Mittelalter zu reisen nicht stark genug.
Diese Ausschreibung und vor allem der junge Verlag reizten mich jedoch sehr. Burgenweltverlag, schon der Name war mir sympathisch. Kein Wunder, schließlich liebe ich Burgen und das Mittelalter mit all seinen Geschichten und Legenden.
Warum eigentlich nicht?
So schrieb ich meine erste historische Kurzgeschichte (fernab der Fantasy) über ein Mädchen, die der Hexerei bezichtigt wurde. Ein Thema, bereits unzählige Male aufgegriffen, verfilmt und niedergeschrieben.
Doch genau das war der Reiz; aus bekannten dramatischen Ereignissen eine eigene mitreißende Geschichte zu schreiben.

Ob mir das gelungen ist, müsst und könnt ihr selbst entscheiden, denn meine »Grünen Federn« haben es in die erste Anthologie des Burgenweltverlags geschafft!

Am Freitag war es dann soweit. Das Päckchen mit dem Belegexemplar und meinen zusätzlichen Vorbestellungen wartete auf mich:
Ein mit Liebe gestaltetes Taschenbuch, mit einem tollen Vorwort, mit Extraseiten zur Vorstellung der Autoren und einem Kurzporträt der Burgruine die es auf das Titelbild geschafft hat. Und selbstverständlich:
 
17 spannende, dramatische, mitreißende Geschichten :

Burgenbrand - Historische Erzählungen

ISBN: 978-3-943531-00-8
Taschenbuch, 270 Seiten



Check it out :D

Sonntag, 27. November 2011

Wesen des Schlafs und des Traums

so ist der Titel der Kurzgeschichten-Ausschreibung des Sphera Verlags.
Kurz vor Einsendeschluss ging auch mein Beitrag an den Verlag in der Hoffnung mein Novemberjäger wird Gefallen finden. Eine Geschichte um einen Gargoyle, der sich von Träumen ernährt. Die Erzählung war bereits fertig geschrieben, bedurfte nur noch einer letzten Überprüfung.  Und was noch nicht vergeben war: Ein Name. Nach vielen Überlegungen erhielt mein Gargoyle am gestrigen Frühstückstisch den Titel: "The Nightmare Returns". Erstmals verwende ich einen englischen Namen, aber manchmal fehlt der deutschen Sprache einfach das gewisse Etwas - zumindest was knappe und trotzdem aussagekräftige Bezeichnungen betrifft.

Mein Dank dafür geht an meinen Mann, meinem Kumpel Pete und last but not least Alice Cooper :D *verneig*


Ich wünsche Euch allen einen wundervollen ersten Adventabend



und einen guten Start in die neue Woche.

Dienstag, 22. November 2011

Burgenbrand --> ab 01.12.2011


Am 01.12.2011 erscheint im Burgenweltverlag die historische Anthologie "Burgenbrand".

Unter den insgesamt 17 Erzählungen findet ihr auch meine Kurzgeschichte
"Grüne Federn".

Seit 21.11.2011 ist »Burgenbrand« bereits auf der Website des Verlags vorbestellbar: >>Burgenweltverlag

Freitag, 18. November 2011

Wettbewerbe & Schreiblust


Enttäuschende Nachrichten ereilten mich diese Woche.
Gleich bei zwei Wettbewerben erhielte ich negative Antwort. Meine skurrile Horrorgeschichte über eine Brille, die den Blick auf die Welt verändert, war wohl etwas zu verrückt und konnte bei »Wir sind unter euch« nicht punkten.
Auch »Das Kristallmädchen«, welches ich bei dem Literaturheftchen »Elfenschrift« einreichte, überzeugte nicht. Zwei Absagen innerhalb einer Woche - tut schon weh.

Die Lust am Schreiben kriecht langsam wieder ans Tageslicht. Ich habe zwar noch nicht viel geschrieben, aber zumindest habe ich eine Kurzgeschichte angefangen. Der Arbeitstitel momentan »Verborgene Zeilen«.
Eine mystisch, tiefsinnige Geschichte über einen Jungen, der sich hinter Büchern und Spielen versteckt und seinen Problemen dadurch stets aus dem Weg geht.
Eines Tages trifft er einen alten Greis. Dieser hilft ihm den richtigen Weg einzuschlagen, doch fordert er gleichzeitig eine mehr als bizarre Gegenleistung [...]







Sonntag, 6. November 2011

Drachenfeders schwarze Feder

Kann ein Geburtstagsgeschenk für eine "Hobby"-Autorin schöner sein, als dieses hier:


Freitag, 21. Oktober 2011

Historischer Abend im Lesecafé Wiesbaden 22.10.2011

Das große Literaturwochenende ist schon bald eine Woche vergangen. Kaum zu glauben. Die Berichte zur Frankfurter Buchmesse und dem Buchmesseconvent in Dreieich findet ihr rechts unter "Termine und Events".

Ist das eine Ereignis vergangen, folgt auch schon das Nächste.
Der Oktober-Lesecafé steht vor der Tür. Der morgige Abend (22.10.2011) steht ganz Zeichen der Historik. Dieses Mal stehe ich (zumindest teilweise) auf der anderen Seite, als bei meinen letzten Besuchen:

Ich lese die Kurzgeschichte "Grüne Federn", welche am 01.12.2011 in der Anthologie "Burgenbrand" im Burgenweltverlag erscheint.
Aber, damit ich nicht zu schnell den Platz im Publikum wieder einnehme, habe ich noch eine kleine Überraschung vorbereitet.
Nach meinem bescheidenen Support wird uns die Autorin Susanne Bonn einen Auszug aus ihrem Roman "Die Schule der Spielleute" (Gmeiner Verlag) vortragen.
http://www.lesecafe-wiesbaden.de.vu/
http://www.burgenweltverlag.de/

 
Drückt mir die Daumen, auch wenn es im gemütlichen Kreis ist, ich bin verdammt aufgeregt!

Sonntag, 9. Oktober 2011

Aufregung eines Herbstkindes



Es ist Herbst geworden. Die ersten goldenen Blätter fallen und die Zeit der Kerzen, des Tees und der Gemütlichkeit hat bereits angeklopft - ich habe geöffnet. Ich liebe diese Jahreszeit, auch wenn ich schon jetzt am Frieren und der Versuchung die Heizung anzumachen, erliegen bin.

Mit dem Oktober hat nicht nur ein Herbstmonat begonnen, sondern auch aufregende Wochen. Insbesondere die Kommende (ab morgen) wird es stressig und spannend.
Die ersten Drei Tage werde ich noch die Büroakrobatin sein und das verrückte Paragraphenland unterstützen.
Am Donnerstag beginnt es dann:
Mein erstes Mal als Fachbesucher auf der Frankfurter Buchmesse. Ich hoffe auf interessante Menschen, tolle Gespräche, nette Bekanntschaften und ganz besonders auf meine Autorenfreunde vom TiZi, die mich ganz lieb an die Hand nehmen werden.
Am Samstag verschlägt es mich nach Dreieich auf das Buchmesse Convent. And last but not least geht es am Sonntag direkt noch einmal auf die Frankfurter Buchmesse, da ich meinem Mann versprochen habe, auch ihn mal in die große Welt der Bücher zu entführen.

Dann bleiben mir einige Tage Urlaub ohne Messen und Termine, zumindest ohne spezielle »Buch- und Schreibtermine«. Weiter geht es erst wieder am 22.10.2011 im Lesecafe Wiesbaden. Der Abend steht voll und ganz im Zeichen der Historik. Ich werde die Kurzgeschichte »Grüne Federn« vorlesen. Mehr Informationen über die Lesung und meine Mitstreiterin Susanne Bonn erhaltet ihr ein paar Tage vor der Veranstaltung oder ihr schaut einfach mal auf http://www.lesecafe-wiesbaden.de.vu/.


Sonntag, 18. September 2011

Über Wettbewerbe und das Lesecafé

Wettbewerbe
Die für den Anthologiewettbewerb „Nur eine Stunde" geschriebene Kurzgeschichte habe ich heute an den Candela Verlag gesandt. Die Eingangsbestätigung kam überraschend kurze Zeit später, was mich sehr gefreut hat.
Das erinnert mich an die Ausschreibung des Buchjournals Frankfurt mit ihrem Thema »Rot«. Auch nach mehrmaligen Nachfragen, ob ich denn nicht auch noch eine schriftliche Absage erhalten könne, kam keine Reaktion. Weiter will ich mich hier nicht darüber auslassen, die meisten von Euch wissen, was ich davon halte.
LesecafeDas Lesecafe Wiesbaden stand am 17.09. unter dem Motto "Fantastische Kurzgeschichten". Die Autoren Holger Kuhn und Michael Buttler lasen aus verschiedenen Anthologien. Einen Bericht so wie ein paar Fotos der Veranstaltung findet ihr unter "Eindrücke" auf folgender Website: lesecafe-wiesbaden

Dienstag, 30. August 2011

News zu den Wettbewerben


Rot

Noch immer habe keine Rückmeldung des Frankfurter Buchjournals hinsichtlich des Schreibwettbewerbes »Rot« erhalten. Von Mitstreitern erfuhr ich jedoch, dass Absagen sowie Zusagen bereits verschickt wurden. Nach einiger Zeit ausharren, habe ich gestern eine Mail an die Redaktion geschrieben. Ich hoffe, dass sie mir schnell antworten und meine Story somit wieder freigeben. Denke, »Roter Schnee« wird seine Chance noch bekommen und zu einem anderen Wettbewerb eingeschickt werden.

Shortstory

Am heutigen Abend, bei Kerzenlicht und einen feinen Glas Wein, habe ich meine kleine Novizin beendet. Sie ist jetzt bei ihrer Betaleserin und wird vermutlich auseinandergepflückt. Sobald ich die letzte Überarbeitung hinter mir habe, reist sie zum Candela Verlag (Anthologieausschreibung »Nur eine Stunde). Ob eine historische Fantasygeschichte bei der Jury punkten kann?

Montag, 25. Juli 2011

Ein skurriles Schauermärchen

Der Prolog für die Engel ist geschrieben.
Er ist wirklich gut gelungen und ein perfekter und erklärender Einstieg in die eigentliche Geschichte rund um Dastan und seine Gefährten. Wieder ein winziger Teilerfolg für das aktuelle Projekt.

Für kurze Zeit lege ich die Engel beiseite und widme mich mal wieder einer Shortstory. Diesmal soll es eine kleine Horrorgeschichte werden:
Gruselige Optiker, unheimliche Spiegel (ein Muss!), zu groß geratene rosa Fledermäuse, die sich prostituieren, Großmütter mit scharfer Munition im Gehstock, Zombies die mit Werwölfen sparzieren gehen ...

Ohje. Ich merke wie sie sich verselbstständigt und sich zu einem skurrilen Schauermärchen wandelt. Aber was will ich machen? Manchmal ist der Autor einfach machtlos.

Dienstag, 19. Juli 2011

PrologGedanken


Ein Treffen mit Gleichgesinnten, mit Schreibjunkies, wie man selbst einer ist, kann der Kreativität Flügel wachsen lassen. So passiert es, dass bereits auf der Rückfahrt neue Gedankensplitter im Kopfe herumschwirren und sich einen Weg aus der Enge suchen. Zum Glück haben Besessene wie wir stets etwas zu schreiben dabei. Auf diese Weise kamen am vergangenen Samstagabend die ersten Ideen und Stichworte für einen Prolog zu Papier. Schon lange war ich der Meinung, dass die Engel es verdient haben, eine Einführung in ihre Geschichte zu erhalten. Die vorläufige Fassung entspricht bereits fast meinen Vorstellungen. Es muss noch hier und da gefeilt und poliert werden.

Doch wie schreibt man einen Prolog? Gibt es Regeln oder Richtlinien? Welche Person und Perspektive ist zu nutzen? Oder soll man sich auf sein Gefühl verlassen und es einfach tun? Egal wie ich es anstelle, ob die Handlung mit der eigentlichen Geschichte verbunden ist oder gar losgelöst, ob es ein Dialog wird, oder eine lyrische Erzählung, es muss erklärend und vielversprechend sein. Warum noch lange grübeln, packen wirs an:


Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil:
Die Angeklagten [...] werden der Rebellion für schuldig befunden.

Samstag, 9. Juli 2011

Mittelalter im Doppelpack


Facetten des Mittelalters (Wettbewerb)

Am vergangenen Mittwoch und Donnerstag waren die großen Tage des Hoffens und Bangens. Dann die erlösende E-Mail: Ich bin drin!!
Hurra! Jippiiii! Meine »Grünen Federn« werden in der Anthologie des Burgenweltverlags veröffentlicht. Nachdem ich nicht mehr an eine Zusage geglaubt habe, war die Freude umso größer. Ein weiterer kleiner Erfolg der unheimlich Mut macht und anspornt genauso weiterzumachen.

 
Phantasie & Mittelaltertage 2011 (Saarbrücken)

Noch 34 Tage steht auf der Website der Mittelaltertage-SB geschrieben.
Durch Zufall habe ich diese Veranstaltung im Netz gefunden und direkt gedacht: »Da muss ich hin«. Gestern lagen die Eintrittskarten im Briefkasten. Der Kurztrip ist in Planung und die Vorfreude groß. Die Erwartungen setze ich mir nicht allzu hoch, da ich bereits des Öfteren von mittelalterlichen Events enttäuscht wurde. Andererseits begeistert mich ja schon ein kleiner Markt auf einer kleinen aber feinen Burg des Odenwalds. Viel kann also nicht schief gehen.

Händler, Handwerker, Heerlager, Ritterturniere auf 60.000 m²
mittelaltertage-sb.

Sonntag, 26. Juni 2011

Neue Bücher



Der Brückentag am vergangenem Freitag bescherte mir einen entspannten und brillianten Tag in der Mainzer Innenstadt. Gemeinsam mit meiner Frau Maamaa besuchte ich, wie sollte es auch anders sein, einen Buchladen. Der einstige Buch Habel hat sich zu einem Hugendubel transformiert. Wobei ich keinen großen Unterschied zum Habel sehe, zumindest was das Innenleben angeht. Hugendubel, Thalia, Habel, völlig egal, Hauptsache Bücher. Gezielt steuerte ich zur Fantasywand. Der erste Tisch, der erste Blick und zack, da lag sie die Franka Rubus: Blutgabe
Es ist schon ein tolles Gefühl Greys Buch im großen HuDu zu sehen. Am liebsten hätte ich die Blutgabe hochgehalten und laut gerufen: »Die Autorin hier, die kenn ich!« Aber mein Mut ist dafür viel zu mickrig, somit habe ich einfach nur ein Beweisfoto gemacht:



 

Dienstag, 21. Juni 2011

Gedankensplitter in der S-Bahn


05:25 Uhr, der Wecker gibt diesen abscheulichen Laut von sich, um mich aus dem Traumland zu entführen. »Guten Morgen!«, scheint er mir beinahe euphorisch entgegen zu brüllen. Wecker müsste man sein. Jederzeit einsatzbereit, immer gut drauf ohne jegliche Stimmungsschwankungen. Nur die Batterie ist ab und an zu wechseln. Würde ich auch gerne machen: Batteriewechsel.

Der Weg Richtung Großstadt-Büroakrobatik bietet ein wenig Platz zum Gedankenjonglieren. Den Buchwälzer auf meinem Schoß schlage ich zu, die Konzentration für die winzigen Buchstaben hat mich bereits an der letzten Station verlassen. So ergebe ich mich den zuckenden Kreativblitzen in meinem Kopf.  Häuser ziehen an mir vorbei und ich stelle mir vor, wie unzählige kleine Elfen ihren Unfug treiben, heimlich hinter unseren blinden Augen. So entstand die Idee für eine Ausschreibung des Schwabbauer-Verlags »Wir sind unter euch«.  Die Häuser verschwinden in der Ferne und wir fahren entlang eines Waldstücks. Düster sieht er um diese Uhrzeit aus und der Nebel schenkt ihm einen Hauch Mystik. Zwischen all den Nadelbäumen sehe ich Fleur, ein blasses Mädchen, wie es um ihr Leben rennt, der gestohlene Schatz fest an ihre Brust gedrückt. Wieder eine Idee, wieder ein Wettbewerb »Nur eine Stunde« (Candela Verlag). Die Feen sind längst außer Sichtweite, den Wald habe ich hinter mir gelassen und ich nähere mich dem dunklen Tunnel der Großstadt. Er verschluckt mich, bevor er mich im stickigen Untergrund ausspuckt, als wäre ich ungenießbar. Menschenmengen, Hektik, Alltagswirrwarr. Ich flüchte hin zu meinen Engeln. Spinne etwas am fünften Kapitel rum und während ich mir Porta Dastan mit ausgebreiteten Flügeln vorstelle, bin ich bereits im Büro angekommen und starte den PC.

Welcome Back to Reality
 

Sonntag, 22. Mai 2011

Zirkeltreffen Anderswo


Mein erster Leseabend im Café Anderswo:  


Tanja Meurer las aus ihrem aktuellen Projekt »Das Gewicht der Seele« vor. Eine Premiere für sie, welche sie sehr gut gemeistert hatte, was ihr der Applaus der Zuschauer bestätigte. Ju Honisch las aus ihrem neuen Roman »Jenseits des Karussells«, dass im letzten Herbst bei Feder & Schwert veröffentlicht wurde. Ju ist eine Meisterin des Vorlesens. Hört man ihr zu versetzt es einen mitten in ihre Geschichte. Man ist wahrlich live dabei. Und man hofft, sollte man jemals auch an diesem Punkte stehen und das eigene verlegte Buch präsentieren, einen ebenso phantastischen Vortrag abliefern zu können. Natürlich konnte die Autorin ein paar Exemplare ihres Werkes verkaufen (eines gehört selbstverständlich nun mir), welche sie auch gerne mit Signaturen verschönerte. An dieser Stelle: Ja ich werde auf die grüne Soße aufpassen, versprochen.


 

Die kleine Gallerie des Anderswo war bis auf den letzten Platz belegt. Ein Erfolgserlebnis für die Inhaberin und Juliane Seidel, die diese schöne Veranstaltung ins Leben gerufen hat. Der Abend hat mir den Steampunk ein großes Stück näher gebracht, welcher für mich bis jetzt ziemlich fremdartig erschien.
 
Einen Bericht über den Abend findet ihr auch auf der Website des Lesecafés:

Sonntag, 15. Mai 2011

Wer reitet so spät ...



Ich liebe Lesungen. Insbesondere natürlich aus phantastischer oder historischer Literatur. Eine lyrische Lesung war mir daher neu. Und doch sagte ich ohne große Überlegung zu, als mich meine Mutter vor zwei Wochen fragte, ob ich mit ihr zu solch einer Lesung kommen will. Gelesen wurden deutschen Balladen durch Walter Renneisen, einem deutschen Schauspieler, der in unserer Gegend aufwuchs und in meiner Heimatstadt sein Abitur machte. FÜr ihn was es sozusagen ein Heimspiel.
Als wir in den Adlersaal traten, war ich kurz geneigt, ihn direkt wieder zu verlassen. Was hatte ich erwartet? Dass viele Menschen in meinem Alter unter den Gästen sind? Ich war die Jüngste, und das mit großem Abstand. Das Durchschnittalter lag bestimmt bei 60 Jahren. Schlimm fand ich das nicht, eher schade, dass sich so wenige junge Menschen für die Literatur bzw. Lyrik interessieren.
Gelesen wurde aus alten Werken wie z.B.: Schillers Balladen-Krimi »Der Handschuh«, Goethes »Der Erlkönig, »Der Zauberlehrling« oder auch »Der untreue Knabe«, Conrad F. Meyers Schauerballade „Die Füße im Feuer", Heines „Belsazar". Was mich sehr freute, war das eigentlich sehr traurige Kästner Gedicht »Sachliche Romanze«, dies zählt nämlich zu meinen Favoriten. Leider war wenig Ringelnatz dabei, dafür aber einige Texte von Heinz Erhardt. So schaffte es Renneisen, uns zum Lachen sowie zum Nachdenken zu bringen. Ein wahrlich gelungener literarischer Abend.

Einen Bericht hierzu aus der Main Spitze: Wort-Gewitter



Mittwoch, 4. Mai 2011

Zwei Denker, eine Stadt

Solch Feierabende könnte es öfter geben:
Gemütlich auf den Rheintreppen in Mainz sitzen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen und den Gedanken freien Lauf lassen.







Später gemütlich in der wunderschönen Augustiner Straße etwas leckeres essen und danach durch die Altstadt schlendern. Alleine oder auch zu zweit. Gemeinsam mit einem Menschen der ebenso viele Ideen und Wirrwarr im Kopf trägt wie man selbst. Da explodieren geradezu die Gedankensplitter, werden zu Federn und lassen sich vom Wind in alle Himmelsrichtungen tragen. Vielleicht ist es sogar ganz gut, dass sich zwei Kreativköpfe zusammen tun, die aber im Genre unterschiedliche Wege einschlagen. Solch Nachmittage lassen die Motivation wieder richtig aufglühen und schon wünsche ich mich wieder auf die kleine Insel im Indischen Ozean, wo das Schreiben bisher am
aller schönsten war. Doch auch hier in meiner Heimat lässt sich ja einiges aufs Papier bringen. Vielleicht werde ich nun öfter bei gutem Wetter an den Rhein fahren und ein paar Zeilen verfassen. Diese wenigen Stunden haben, auch wenn es nur gering ist, etwas Ähnlichkeit mit Urlaub.




An dieser Stelle geht ein Dank an Pete für diesen schönen Nachmittag.


Hört man auf zu träumen,
kann man aufhören zu leben!
Will man aufhören zu leben,
hat man nie im Leben geträumt!
Ein Traum ein Indikator, der das Leben erst ermöglicht...
werden wir uns eines Tages in
einem großem Traum verlieren, und frei sein...?


  (c)2011 Stefanie Bender & Pete L.




Freitag, 29. April 2011

Zurück in der Zivilisation


Ich flüchtete vor dem grauen Alltag und der endlos dahinplätschernden schlechten Laune. Zuflucht fand ich auf Summer Island, eine kleine Urlaubsinsel im Nord Male Atoll der traumhaften Malediven. Auf dem sandigen Fleckchen (where the Summer never ends) konnte ich mich schnell und fabelhaft erholen und mir Zeit für meinen Mann und auch für mich nehmen.

Natürlich stand der paradiesische Urlaub auch unter dem Zeichen des Schreibens und somit auch der Engel. Unter Palmen beendete ich Kapitel 3 »Die Todesboten« und begann am Strand ich den vierten Abschnitt des Romans. Bei den warmen Temperaturen und den traumhaften Ausblicken wird man zwangläufig von der Muse geküsst. Die Ideen sprudelten und die Hand schrieb. Ja, die Hand schrieb. Den Laptop ließ ich zu Hause, nur das Notizbuch und ein guter Vorrat an schwarzen Kugelschreibern reiste im Handgepäck mit. Viel Arbeit liegt nun vor mir. Die Worte müssen in meine Papyrus-Datei und das in kürzester Zeit wie möglich, schließlich muss der T12 Counter aktualisiert werden. Ab und an macht mir meine eigene Schrift etwas Schwierigkeiten. An den Stellen, an denen ich mein Selbstgeschriebenes kaum lesen kann, bin ich mir sicher habe ich das Buch auf dem Schoß oder auf einem wackeligen, im Sand stehenden Tisch, liegen gehabt. Hier und da sind ein paar Wörter verwischt. Sonnencreme?



Besonders Spaß machte das Arbeiten am 4 Kapitel. Hier habe ich mich dafür entschieden, einen Perspektivenwechsel vorzunehmen und die Story nicht aus der Sicht von Dastan zu erzählen. Es war eine interessante Abwechslung, jedoch bin ich froh im Abschnitt 5 wieder an der Seite von Dazz durch die Sphären zu ziehen.

Ein wenig gelesen habe ich natürlich auch. Die Wellenläufer von Kai Maier habe ich fast verschlungen. Eine leicht lesbare Fantasylektüre die Lust gemacht hat, auch die weiteren Bücher der Reihe zu kaufen. Danach ging es weiter mit Evelyn Sanders »Das hätt ich vorher wissen müssen«. Für den Urlaub perfekt. Und schließlich ging es ums Schreiben. Aber es ist kein Buch, das unbedingt im Schrank stehen muss. So habe ich es in der Bibliothek der Insel zurückgelassen. Am Ende des Urlaubes nahm ich »Das zehnte Königreich« zur Hand. Die amerikanische Fernsehserie habe ich geliebt. Aber das Buch... Hm, weder Schreibart noch Story konnten mich überzeugen. Nach 108 Seiten habe ich es vorgestern (wieder zurück in Deutschland) zugeschlagen. Man muss sich ja auch nicht quälen. Lesen soll Spaß und keinen Frust bringen.



Nun ist es an der Zeit den Abtippmarathon zu beginnen. Einige handgeschriebene Seiten warten darauf abgetippt zu werden. Dazu kommen noch die neue Idee für eine Kurzgeschichte und die weiteren Gedankenblitze für die Engel.

Auf geht´s, es gibt viel zu tun.

Montag, 28. Februar 2011

Der Bunkerbold & Der Februar


Schon heute, am letzten Tag des Februars, ist die 29te Ausgabe der Elfenschrift erschienen. Als ich nach Hause kam, lag der Umschlag mit dem Phantastischen Blättchen auf dem Wohnzimmertisch. Darin vertreten:
»Der Bunkerbold«, meine erste kleine Veröffentlichung einer Kurzgeschichte. Ein seltsames Gefühl seinen »Namen« und die eigene Geschichte in einem Fantasymagazin zu lesen. Seltsam, ungewohnt und seeehr schön.



Mehr zum phantastischen Literaturheftchen und zum Bunkerbold gibt es hier:
Der zweite Monat des Kampfschreiberjahres ist alles andere als gut gelaufen. Ich habe zwar das zweite Kapitel der Engel abgeschlossen, aber weder Korrektur gelesen noch die Wortzahl erreicht, welche ich mir für Februar vorgenommen habe. Meine Hoffnung liegt nun im Monat März und meinem Urlaub, dem ich entgegenfiebere: Der Traumurlaub unter Palmen, in der Sonne, am Meer. Ruhe und Entspannung muss meine Kreativität vorantreiben, und wenn es den Engeln nichts nutzt, dann vielleicht einer magischen Kurzgeschichte und phantastischen Gedankensplittern.


»Im Urlaub will uns endlich die Phantasie erleben.« © Elmar Kupke